Stadtmuseum Rastatt

Stadtmuseum zeigt neue Ausstellung über das Schicksal von Straßenkindern in Ruanda


Eines der beeindruckenden Motive von Dominique Robin

Vom 27. November 2011 bis 29. Januar 2012 zeigt das Stadtmuseum Rastatt in Kooperation mit der Seelsorgeeinheit St. Alexander und Zwölf Apostel unter dem Titel „Inzu – ein Haus für Straßenkinder in Ruanda“ Fotografien von Dominique Robin, Künstler aus Paris, im Rahmen einer neuen Sonderausstellung. Die begehbare Installation, die ihre Inspiration aus der Form eines traditionellen ruandischen Hauses bezieht, informiert mit Fotos und Texten über das Los der Straßenkinder in der ruandischen Hauptstadt Kigali und die Arbeit der katholischen Hilfsorganisation FidesCo im Hilfszentrum Rugamba. Kinder der Seelsorgeeinheit St. Alexander und Zwölf Apostel hatten bei ihrer letzten Sternsinger-Aktion bereits den Erlös für das Straßenkinderprojekt gespendet.

Jedes Straßenkind in Kigali, der Hautstadt Ruandas, hat seine ganz eigene Geschichte. Einige von ihnen sind Waisen, die auf der Straße gelandet sind, weil sich niemand um sie kümmert. Andere sind Opfer der Armut, die in vielen Familien herrscht. Die Kinder verlassen ihre Familien, weil sie glauben, in der Stadt ihr Glück zu finden. Manche gehen mit der Hoffnung, jeden Tag wenigstens etwas zu Essen zu haben. Mit dem Ziel, diesen Kindern eine bessere Zukunft zu geben, hat FidesCo 1994 in Kigali ein Zentrum auf die Beine gestellt, das eine doppelte Aufgabe hat. Zum einen bietet das Projekt den Straßenkindern einen Unterschlupf, zum anderen wird an der Versöhnung und dem Frieden zwischen Hutu und Tutsi gearbeitet. Das Zentrum hat bereits mehr als 300 Kinder von der Straße geholt, 250 davon leben bereits wieder mit ihren Familien. Dominique Robin begleitete während seines Aufenthalts in dem vom Bürgerkrieg geschundenen Land die Mitarbeiter bei ihren Besuchen bei den Kindern, fotografierte die ruandischen Häuser und die besonderen Momente um diese Häuser herum, wie den ersten Schritt eines Jungen über die Schwelle des Hauses seiner Familie nach Jahren der Abwesenheit.

Dominique Robin gehört zu der Generation von bildenden Künstlern, die Bild, Zeichnung, Fotografie und sogar anspruchsvolle Multimedia-Systeme miteinander verbinden und konfrontieren. Fotos und Texte ergänzen sich, die Installation bringt wichtige Akteure zum Sprechen: Straßenkinder, Mitarbeiter des Zentrums und viele andere.

Das Zentrum Rugamba wird von FidesCo Ruanda mit finanzieller Unterstützung, besonders durch Spenden aus Deutschland, verwaltet. FidesCo ist eine katholische Organisation, die sich die internationale Solidarität zur Aufgabe gemacht hat. Dazu hat FidesCo eigene Projekte in vielen Ländern der Welt. Mehr Infos: www.fidesco.de

Die Ausstellung im Stadtmuseum kann von Freitag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr besucht werden. Weitere Informationen unter sind unter Tel. 07222/972-8400 erhältlich.


Kontakt

Stadtmuseum Rastatt
Im Vogelschen Haus
Herrenstraße 11
76437 Rastatt
Telefon 07222 / 972-8400
E-Mail: museen@rastatt.de

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Samstag
12-17 Uhr
Sonntag und an Feiertagen
11-17 Uhr

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