Stadtmuseum Rastatt

Ausstellung "Spuren früher Zeiten - Ärchaologische Funde in den Kreisen Rastatt und Baden-Baden von der Steinzeit bis in frühe Mittelalter"


"Spuren früher Zeiten“ wird bis 29. Januar 2012 verlängert

Vom 10. Juni bis 29. Januar 2012 ist im Stadtmuseum Rastatt, Herrenstraße 11, die Ausstellung „Spuren früher Zeiten - Archäologische Funde in den Kreisen Rastatt und Baden-Baden von der Steinzeit bis ins frühe Mittelalter“ zu sehen.

Die archäologische Abteilung des Stadtmuseums musste aus Platzgründen vor über 20 Jahren geschlossen werden. Seither vielfach nachgefragt, wird sie nun, ergänzt durch viele bedeutende Leihgaben anderer Institutionen und Privatsammlungen, in einer Sonderausstellung neu präsentiert.

Chronologisch geordnet spiegelt die Ausstellung die besondere Fundsituation der Region wider, die bisher nur wenige herausragende Stücke und Fundkomplexe hervorgebracht hat. Meist als Zufallsfunde kamen die meisten Stücke bei Bauarbeiten oder als Kiesgrubenfunde zu Tage. Systematische Grabungen gab es nur vereinzelt, wie etwa bei den römischen Bäderruinen in Baden-Baden oder der frühmittelalterlichen Wüstung Muffenheim. Mitunter hat das alte Urstromgebiet und breite Schwemmland des Rheines einen Teil dieser frühen Zeugnisse menschlicher Siedlungen und Kulturen vernichtet oder mehrere Meter überdeckt.

Rastatter Brandgrab.

Dennoch konnten viele Glanzstücke der Region, vor allem aus dem Badischen Landesmuseum, ausgeliehen werden, z. B. die Funde aus dem kleinen Heiligenbuck aus Hügelsheim oder der Spiralarmreif aus der mittleren Bronzezeit aus Elchesheim-Illingen, der vor etwa 1500 Jahren vor Christus kunstvoll hergestellt wurde und den Arm einer Frau zierte. Zu sehen sind ebenfalls römische Funde des Stadtkreises Baden-Baden, aber auch Grabbeigaben eines römischen Brandgrabes, das in der Rauentaler Straße, einer ehemaligen Römerstraße, in den 1950er Jahren bei Bauarbeiten zufällig gefunden wurden.

Die Ausstellung umfasst einen Zeitraum von über 10000 Jahren Siedlungsgeschichte der Region Rastatt von der Altsteinzeit bis zu den Merowingern und dokumentiert diese große Zeitspanne mit knapp 250 ausgewählten Einzelexponaten. Die ältesten hier gezeigten Funde des Landkreises datieren aus der Endphase der Altsteinzeit (etwa 10.000 v. Chr.) und reichen bis in das frühe und mit Muffenheim auch noch ein wenig ins hohe Mittelalter.

Römische Skulptur.

Grundlage der Ausstellung bilden die Forschungen und die daraus resultierende Publikation von Gerhard Hoffmann mit dem gleichnamigen Titel „Spuren früher Zeiten“, die eine Bestandsaufnahme und zugleich Dokumentation zur Vor- und Frühgeschichte des Landkreises Rastatt darstellt. Gerhard Hoffmann wirkte in ehrenamtlicher Tätigkeit auch maßgeblich am Ausstellungskonzept und an dessen Umsetzung mit.

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches museumspädagogisches Programm, das als Flyer im Stadtmuseum ausliegt oder auf Anfrage zugesandt wird. Infos unter 07222/9728400.

Die Ausstellung ist von Freitag bis Sonntag und an Feiertagen, 10 bis 17 Uhr, zu sehen.

Topf Iffezheim.

Begleitprogramm zur Ausstellung:

Führungen und Museumspädagogik

  • An jedem 1. Sonntag im Monat findet jeweils um 11 Uhr eine kostenlose Führung mit Gerhard Hoffmann statt.

  • Führungen für Gruppen sind außerhalb der Öffnungszeiten nach Anmeldung möglich und kosten während der Woche 40 Euro, an Samstagen und Sonntagen 50 Euro.

Kontakt

Stadtmuseum Rastatt
Im Vogelschen Haus
Herrenstraße 11
76437 Rastatt
Telefon 07222 / 972-8400
E-Mail: museen@rastatt.de

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Samstag
12-17 Uhr
Sonntag und an Feiertagen
11-17 Uhr

Gruppenführungen nach Vereinbarung