Eschensterben im Stadtwald setzt sich dramatisch fort

Vollernter in Aktion im Rastatter Stadtwald. Foto: Stadt Rastatt
Vollernter in Aktion im Rastatter Stadtwald. Foto: Stadt Rastatt

(9. Oktober 2018) Das ganze Ausmaß des Eschensterbens im Stadtwald wird immer offensichtlicher, so die ernüchternde Botschaft des städtischen Försters Martin Koch. Bei der aktuellen Planung aller Waldpflegearbeiten, die in den kommenden zehn Jahren anstehen, seien die städtischen Forstmitarbeiter mit fatalen Fakten konfrontiert. Der großflächige Wegfall der waldprägenden Eschen lasse den Stadtwald auf einer Gesamtfläche von 160 Hektar bald völlig anders aussehen, betont Koch.

Zwar werde es die natürliche Verjüngung unter optimalen Voraussetzungen schaffen, dass sich rund 40 Hektar wieder selbstständig bewalden. Auf den restlichen 120 Hektar müssten jedoch Neuanpflanzungen vorgenommen werden. Denn die „Verkrautung und Verbuschung“ der Flächen sei bereits sehr stark fortgeschritten, und mit einer natürlichen Verjüngung von geeigneten Waldbäumen sei nicht zu rechnen. Bevor es an Neuanpflanzungen gehen kann, müssen in den kommenden Jahren rund 30.000 Festmeter an Eschenholz eingeschlagen werden, erläutert der Stadtförster. Und da ist man beim städtischen Forst gerade dran. 

Holzernte mit dem Vollernter hat viele Vorteile

Derzeit beginnen die erforderlichen Holzerntearbeiten an verschiedenen Stellen im Stadtwald. Durch den massiven Pilzbefall hat die Brüchigkeit der Eschen so stark zugenommen, dass eine Fällung mit der Motorsäge für die Forstwirte zu einer lebensgefährlichen Angelegenheit geworden ist. Daher setzt der Kundenbereich Forst auf eine wesentlich sicherere Aufarbeitungsmethode unter Einsatz eines sogenannten Vollernters. Ein solches Kettenfahrzeug übt wegen seiner großen Standfläche nur einen vergleichsweise geringen Druck auf den Waldboden aus. Ein wichtiges Plus, denn der extrem trockene Sommer hat auch den Waldböden zugesetzt und deren Befahrbarkeit deutlich erschwert. 

Ein weiterer Vorteil des Vollernters: Die Arbeiten können im Vergleich zur konventionellen Holzernte mit der Motorsäge vier- bis fünfmal schneller erledigt werden. Für die Tierwelt, aber auch für die erholungssuchende Bevölkerung ein wichtiger Punkt. 

Über die aktuellen und die anstehenden Waldpflegearbeiten will der städtische Forst den Gemeinderat bei einer Waldbegehung im April 2019 informieren. Geplant ist ebenso eine Informationsveranstaltung für die interessierte Öffentlichkeit. 

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