AKTUELLE AUSSTELLUNG

17. Februar – 30. September 2018

25 JAHRE KUNST IN DER FRUCHTHALLE - Jubiläumsausstellung

Am 19. Juni 1993 öffnete die Städtische Galerie Fruchthalle erstmals ihre Pforten und präsentierte seither insgesamt 90 Ausstellungen mit über 250 Künstlerinnen und Künstlern. In der Jubiläumsausstellung zum 25-jährigen Bestehen der Einrichtung werden ausgesuchte Stücke aus der Sammlung Rastatt gezeigt, die inzwischen aus mehr als 1000 Kunstwerken der Sparten Skulptur, Malerei, Graphik und Zeichnung besteht.

Blick in die Jubiläumsausstellung im EG (Folge 1: Anfang) der Galerie; rechts eine Installation mit Werken des jüngst in Rastatt-Niederbühl verstorbenen Prof. Albert Kiefer, Vater von Anselm Kiefer

Die Präsentation stellt die unmittelbare Wirkung jedes Exponats in den Fokus und lädt zum unvermittelten Sehen ein, das zu eigenständiger Betrachtung animiert. Das Weglassen einer direkten Beschriftung an den Werken selbst unterstützt diesen offenen Zugang. Die Identifikation der einzelnen Arbeiten findet über Raum-Folder statt, die in den Ausstellungsräumen ausliegen. Zugleich werden die unterschiedlichen künstlerischen Positionen über einen inszenatorischen Kontext mit übergreifendem Erzählwert miteinander verknüpft, der dem Besucher spannende Zusammenhänge eröffnet. Dabei werden im zweimonatlichen Wechsel die Sammlungsbestände in sechs Folgen aneinandergereiht, die sich wie folgt gestalten und terminieren:

  • 17. Feb. – 15. April: Folge 1 im EG (Anfang); Folge 2 im OG (Ursprung)
  • 19. April – 15. Juli: Folge 3 im EG (Grenze); Folge 4 im OG (Gegend)
  • 19. Juli – 30 Sept.: Folge 5 im EG (Ding); Folge 6 im OG (Mensch)
Blick in die Jubiläumsausstellung im  vorderen Obergeschoss (Folge 2. Ursprung)

Damit die Exponate zusätzlich eine Resonanz in die Ausstellungsräume hinein entfalten, gestaltete der Freiburger Maler Ben Hübsch, der 2014 in der Fruchthalle in einer Einzelausstellung zu sehen war, die Stellwände der Galerie mit einem speziellen Farbkonzept, dessen Farbakkorde aus insgesamt 19 Farbtönen bestehen und sich auf die Hängeflächen im Erdgeschoss und im Mezzanin erstrecken. 

In der Zeit von 2006 bis 2017 wurden verschiedentlich die Vernissagen der Galerie videotechnisch mit der Kamera eingefangen. Aus über 50 Stunden Filmmaterial hat der Rastatter Videokünstler Volker Hoffmann einen halbstündigen Film zusammengestellt, der in der Medienstation im Obergeschoss der Galerie während der Jubiläumsausstellung aufgeführt wird und der die Einrichtung vor allem als kulturelle und soziale Begegnungsstätte zeigt. 

Zu den permanent ausgestellten Werken von Anselm Kiefer im sogenannten Anselm-Kiefer-Kabinett ist anlässlich des Jubiläums die Besucherinformation aktualisiert worden. Nicht allein die Monumental-Collage „Wege der Weltweisheit: die Hermannsschlacht“ findet darin Erläuterung, sondern auch die beiden 2012 zum Sammlungsbestand hinzugekommenen Materialbilder des international renommierten Künstlers werden im Kontext der Werkentwicklung beschrieben.

Blick in die Jubiläumsausstellung im vorderen Obergeschoss (Folge 2 Ursprung)

Ein neuer Galeriekatalog mit Abbildungen zu den Erwerbungen der zurückliegenden 25 Jahre und mit Texten von Galerieleiter Peter Hank und Dr. Thomas Hirsch, Kurator der Herbert-Weisenburger-Stiftung, ist in Vorbereitung und erscheint zum eigentlichen Gründungsjubiläum Mitte Juni 2018. Sowohl der Ausstellungsbetrieb als auch die Sammlungstätigkeit des Hauses findet sich darin dokumentiert und hebt den besonderen Stellenwert der Einrichtung im Hinblick auf die Entwicklung der Kunst in Baden nach 1945 hervor.

2015 wurde für die Sammlung Westermann, die seit Mitte der 1990er Jahre zur Sammlung Rastatt gehört, im hinteren Bereich des Obergeschosses der Galerie das „Kabinett Westermann“ eingerichtet, wo passend zu den jeweiligen Ausstellungen Zeichnungen und Boxen aus dem Bestand der Spezialsammlung gezeigt werden. Im Rahmen der Jubiläumsausstellung präsentiert nun der Sammler Günter Westermann die Sonderschau „Welt der Träume“ aus dem Sammelprojekt „Phantastik in der Box“. In weit gefasster Bandbreite werden 120 Arbeiten von 100 Künstlerinnen und Künstlern zum Phantastischen Realismus, zum Surrealismus und zur imaginären Kunst gezeigt. Während im eigentlichen „Kabinett Westermann“ die charakteristischen Boxen der Sammlung Westermann mit entsprechenden Bemalungen oder skulpturalen Erweiterungen zum Thema gezeigt werden, sind im Bereich davor 70 bemalte Tafeln zu sehen, in denen die Box meist zentral integriert ist. Auf diese Weise erweitert sich die Box über ihre Rahmenbegrenzung hinaus zum Tafelbild. Die Tafeln sind überwiegend auf einem grauen Farbstreifen angebracht, der sich quer über die Stellwände zieht und, passend zur altmeisterlichen Malweise vieler Exponate, im Goldenen Schnitt angelegt ist.

Blick auf den Zentralbereich der Sonderschau „Welt der Träume“ der Sammlung Westermann im hinteren Obergeschoss der Jubiläumsausstellung.

Der Kunstverein Rastatt e. V. hat sich für den Galerie-Geburtstag eine besondere Aktion ausgedacht. Unter dem Motto „Werde selbst zum Kunstwerk“ lädt er die Besucher der Ausstellung ein, ein Selfie vor ihrem Lieblingskunstwerk zu erstellen und dieses auf Facebook zu posten oder per E-Mail an Aktion@Kunstverein-Rastatt.de zu schicken. Die Selfies werden gesammelt. Am 30. September zur Finissage der Jubiläumsausstellung entscheidet das Los, wer den „Fruchthal(l)tigen Korb“ gewonnen hat.

Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Sonderführungen, Vorträgen, Performances und Konzerten begleitet die Halbjahresschau, die bei freiem Eintritt besucht werden kann. Das Programm zu den Veranstaltungen ist in der ersten Märzwoche an der Infothek der Galerie erhältlich und hier abrufbar.

Sonderführungen sowie ein spezielles Kunstvermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche können unter 07222 972-8410  bzw. 0177 189 1886 gebucht bzw. nachgefragt werden.

Kontakt

Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt
Kaiserstraße 48
76437 Rastatt

Galerieleitung
Peter Hank, M.A.

Tel. 07222 972-8410
Fax 07222 972-7009
Mobil: 0177 1891886
E-Mail: peter.hank@rastatt.de

Infothek
, Tel. 07222 972-8411

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Samstag
12-17 Uhr
Sonntag und an Feiertagen
11-17 Uhr

Gruppenführungen nach Vereinbarung

Kunstdidaktisches Programm auf Anfrage

Terminvereinbarung unter
07222 972-8410
(Mi - Fr 10-17 Uhr)