Neujahrsempfang der Stadt Rastatt: Plädoyer für mehr Anstand und Respekt

Voll besetzte BadnerHalle / Foto: Gerhard Dinger

Die BadnerHalle war voll besetzt. Das Bläser-Ensemble „Let’s fetz“ der Musikschule machte seinem Namen alle Ehre. Das Klinikum präsentierte sich als zukunftsfähiger Garant für die Gesundheit der Rastatter. Und Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch skizzierte eine erfolgreiche Stadtpolitik - mit Bauen als großem Thema. Der Neujahrsempfang der Stadt Rastatt am 12. Januar sorgte für zufriedene Gesichter und einen optimistischen Blick auf 2018. Meistens jedenfalls.

Denn in seiner 40-minütigen Neujahrsrede ließ OB Pütsch auch mit kritischen Tönen und nachdenklich stimmenden Analysen aufhorchen. „Wir leben in einer äußerst privilegierten, friedlichen, chancenreichen und in einer sicheren Welt hier in Rastatt. Und wir in der Kommunalpolitik, den Behörden und der Stadtverwaltung tun alles dafür, dass es so bleibt“, bilanzierte der Oberbürgermeister. Gleichwohl habe sich der Umgangston in der Barockstadt verschärft, lasse der Respekt gegenüber Menschen und öffentlichen Einrichtungen bisweilen zu wünschen übrig. Große Sorge bereite ihm der zunehmende Vandalismus in der Stadt, der in den vergangenen Monaten mehrfach die Pagodenburganlage und verschiedene Schulen getroffen habe. Nicht nur die Polizei, auch die Kommune sei hier verstärkt gefordert, so Pütsch. So werde man sich in Kürze mit der Polizei auf ein gemeinsames Handlungskonzept verständigen. Der Antrag der CDU-Fraktion, den Gemeindevollzugsdienst um zwei zusätzliche Personalstellen aufzustocken, gehe in die richtige Richtung. Schlussendlich sei aber jede und jeder in der Stadtgesellschaft gefragt, mehr Achtung im Miteinander vorzuleben.

Tunnel-Debakel brachte positivste Botschaft des Jahres: Der Bahnhof wird barrierefrei saniert

Zuvor hatte Oberbürgermeister Pütsch im Rückblick die Bahntunnel-Havarie als das prägendste und krisenhafteste Ereignis 2017 beschrieben. Aber schließlich habe sich bewahrheitet, dass jede Krise auch eine Chance sei. Und so habe das Tunnel-Debakel auch die positivste Botschaft des Jahres hervorgebracht: Der Rastatter Bahnhof wird barrierefrei saniert. Extrem belastend seien die aufreibenden Wochen der Streckensperrung für den Ortsteil Niederbühl gewesen. Pütsch dankte Ortsvorsteher Klaus Föry für sein hervorragendes Krisenmanagement und allen Anwohnerinnen und Anwohnern der Tunnelbaustelle für ihr Durchhaltevermögen. Jetzt gelte es, dranzubleiben und konstruktiv Druck zu machen, damit die Bahn ihr Versprechen zügig einlöse und bald zu bauen beginne für einen barrierefreien Bahnhof.

Großes Thema: Bauen in Rastatt

Überhaupt sei Bauen das große Thema in Rastatt, betonte der OB. Er verwies auf die 1.300 Wohneinheiten, die in den letzten vier Jahren in Rastatt auf den Weg gebracht worden seien. Weitere 300 Wohneinheiten befänden sich aktiv im Planungsprozess. Pütsch lobte das Engagement der Investoren und Bauträger in Rastatt und hob besonders die Aktivitäten der Baugenossenschaften Familienheim Rastatt und Gartenstadt hervor. Letztere würden verlässlich bezahlbaren Wohnraum schaffen und dazu beitragen, dass faktisch ein Bündnis für Wohnen in Rastatt funktioniere. Mit der Fertigstellung der Neubauten am Bittlerweg im Frühjahr und in der Weiherstraße im Sommer sei die Stadt auch bei der Schaffung von angemessenem Wohnraum für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen ein gutes Stück vorangekommen. 

Große Themen 2018 seien die überfällige Entscheidung für ein Kombibad am Standort Natura und die Machbarkeitsstudie für die Erweiterungspläne des Mercedes-Benz Werkes Rastatt. 

Klinikum Mittelbaden: „Die Geburtshilfe in Rastatt ist sichergestellt!“

Nach der mit viel Applaus bedachten Rede des Oberbürgermeisters warf der medizinische Geschäftsführer des Klinikums Mittelbaden, Prof. Dr. Norbert Roeder, einen Blick auf die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Rastatt und der Region. Durch den Zusammenschluss der Kliniken im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden habe man eine hohe medizinische Qualität erhalten können. Diese werde weiter und verlässlich ausgebaut. Bereits jetzt sei das Klinikum Mittelbaden ein Vorzeige-Unternehmen in Sachen medizinische Vollversorgung und modernes, digitales Management. 

„Wir glauben fest an die Zukunft des Krankenhauses Rastatt“, unterstrich Roeder. Und auch sein klares Bekenntnis: „Die Geburtshilfe in Rastatt ist sichergestellt“, ließ Applaus bei den Zuschauerinnen und Zuschauern aufbranden. Am Schluss seiner Rede holte Roeder die Chefärzte des Klinikums auf die Bühne und stellte sie einzeln vor. Letzter Bühnenakt war dann das traditionelle Anschneiden der Neujahrsbrezel. Dieses Mal chirurgisch perfekt ausgeführt durch den medizinischen Geschäftsführer sowie den ärztlichen Direktor Michael Daffertshofer. 

Die schönsten Momente des Neujahrsempfangs in Bildern:

Neujahrsempfang in der voll besetzten BadnerHalle / Foto: Gerhard Dinger
Neujahrsempfang in der voll besetzten BadnerHalle / Foto: Gerhard Dinger
Höhepunkt: Oberbürgermeister Pütsch hält seine Neujahrsansprache. / Foto: Gerhard Dinger
Höhepunkt: Oberbürgermeister Pütsch hält seine Neujahrsansprache. / Foto: Gerhard Dinger
Für beschwingte Musik sorgt die Städtische Musikschule Rastatt/ Foto: Gerhard Dinger
Für beschwingte Musik sorgt die Städtische Musikschule Rastatt/ Foto: Gerhard Dinger
Zahlreiche Gäste aus Stadt und Region folgten der Einladung des OB. Hier Sylvia Felder (MdL) und Bürgermeister Pfirrmann / Foto: Gerhard Dinger
Zahlreiche Gäste aus Stadt und Region folgten der Einladung des OB. Hier Sylvia Felder (MdL) und Bürgermeister Pfirrmann / Foto: Gerhard Dinger
Der medizinische Geschäftsführer Professor Dr. Norbert Roeder stellt das Klinikum Mittelbaden vor. / Foto: Gerhard Dinger
Der medizinische Geschäftsführer Professor Dr. Norbert Roeder stellt das Klinikum Mittelbaden vor. / Foto: Gerhard Dinger
Gekommen waren auch die Chef- und Oberärzte des Klinikums. / Foto: Gerhard Dinger
Gekommen waren auch die Chef- und Oberärzte des Klinikums. / Foto: Gerhard Dinger
Zum Abschluss singen alle das Badner Lied, hier im Bild der Karlsruher OB Frank Mentrup. / Foto: Gerhard Dinger
Zum Abschluss singen alle das Badner Lied, hier im Bild der Karlsruher OB Frank Mentrup. / Foto: Gerhard Dinger
Der ganze Saal steht und schmettert drei Strophen des Badner Lieds. / Foto: Gerhard Dinger
Der ganze Saal steht und schmettert alle drei Strophen des Badner Lieds. / Foto: Gerhard Dinger
Stoßen an auf ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr: OB Pütsch und Landrat Bäuerle. / Foto: Gerhard Dinger
Stoßen an auf ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr: OB Pütsch und Landrat Bäuerle. / Foto: Gerhard Dinger
Tradition beim Neujahrsempfang: das Anschneiden der Neujahrsbrezel. / Foto: Gerhard Dinger
Tradition beim Neujahrsempfang: das Anschneiden der Neujahrsbrezel. / Foto: Gerhard Dinger
Dieses Mal geht’s mit chirurgischer Präzision ans Werk. / Foto: Gerhard Dinger
Dieses Mal geht’s mit chirurgischer Präzision ans Werk. / Foto: Gerhard Dinger
Nach dem offiziellen Teil: gemütliches Beisammensein / Foto: Gerhard Dinger
Nach dem offiziellen Teil: gemütliches Beisammensein / Foto: Gerhard Dinger
OB Pütsch mit Ehefrau Kersten / Foto: Gerhard Dinger
OB Pütsch mit Ehefrau Kersten / Foto: Gerhard Dinger
Stadtrat Joachim Fischer (SPD), OB Mentrup und Stadträtin Brigitta Lenhard (CDU) / Foto: Gerhard Dinger
Stadtrat Joachim Fischer (SPD), OB Mentrup und Stadträtin Brigitta Lenhard (CDU) / Foto: Gerhard Dinger
Im Foyer der BadnerHalle tummeln sich die Gäste, hier Stadträtin Simone Walker (FuR). / Foto: Gerhard Dinger
Im Foyer der BadnerHalle tummeln sich die Gäste, hier Stadträtin Simone Walker (FuR). / Foto: Gerhard Dinger

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Telefon: 07222 972-1300
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Weitere Infos:

→ Neujahrsansprache von Oberbürgermeister Pütsch

→ Filmischer Neujahrsrückblick 2017:

→ Die vollständige Neujahrsansprache von OB Pütsch zum Anschauen: