Hochwasser: „Rastatt glimpflich davongekommen“

(8. Januar 2018) 4,30 Meter an der Murg und 7,30 Meter am Rhein: Das waren in den vergangenen Tagen die Höchststände der beiden Flüsse, die durch den Starkregen in Rastatt und den Riedgemeinden gefährlich angestiegen waren. „Rastatt ist noch mal glimpflich davongekommen“, resümiert Feuerwehrkommandant René Hundert nun die Hochwassereinsätze der Feuerwehr. Einige Keller mussten ausgepumpt werden, aber sonst habe sich alles im Rahmen gehalten. Rund 15 Mann von den Wehren in Wintersdorf und Plittersdorf hatten am Wochenende zudem die Dämme kontrolliert, dabei aber keine Zwischenfälle zu vermelden. 

Auch der Bereitschaftsdienst der Stadt, bestehend aus zwei Hochwasserfachleuten vom Tiefbau und vier Mitarbeitern der Technischen Betriebe, war übers Wochenende bis Montagmorgen in Rufbereitschaft. Ihre Kontrollen der städtischen Pumpwerke ergaben keinerlei Störungen. Für den Fall der Fälle hatten sie außerdem Sandsäcke und weitere Hochwasserschutzmaterialien gefüllt und vorbereitet. Thorsten Gerbert vom städtischen Tiefbau gibt also erst einmal Entwarnung, zumal bis Ende der Woche kein Regen mehr vorhergesagt ist. Der Rhein habe zwar mit einem Pegel von 6,43 Metern faktisch immer noch Hochwasser, gefährlich sei die Situation aber derzeit nicht mehr. Und die Murg fließt mittlerweile wieder friedlich vor sich hin. 

Zurzeit sind Mitarbeiter der Technischen Betriebe noch mit Aufräumarbeiten in Folge des Hochwassers beschäftigt. Rund 15 Mann sind unterwegs, reinigen die Retentionsflächen wie beispielsweise die Fläche rund ums Schwimmbad, und befreien die betroffenen Straßen vom Schlamm. Manchen Stellen und Straßenabschnitte wie die Unterführung in der Finkenstraße sind noch gesperrt, weil sie noch leicht überflutet sind. Sobald die Lage wieder „trocken“ ist, können die Mitarbeiter der Technischen Betriebe mit den Kehrmaschinen loslegen und den restlichen Schlamm von den Straßen spritzen. Im Zuge der Dammabsicherung am Rhein haben die Mitarbeiter der Technischen Betriebe heute Morgen noch einen Baumstamm entsorgt, ansonsten gab es kein größeres Treibgut in Murg und Rhein.

Die Murg fließt mittlerweile wieder friedlich vor sich hin / Foto: Stadt Rastatt

Sturm und Starkregen in Rastatt: umgestürzte Bäume und drohendes Hochwasser – Bitte der Stadt: in den nächsten Tagen Wald und Hochwasserdämme nicht begehen!

(3. Januar 2018) Stürmischer Jahresbeginn in Rastatt: Mit Starkregen und heftigen Orkanböen hat das Sturmtief Burglind in den frühen Morgenstunden des 3. Januar auch die Barockstadt heimgesucht. 13 Mal musste die Feuerwehr ausrücken, um umgeknickte Bäume zu entfernen. Mit „Mann und Maus“ im Einsatz waren auch die Technischen Betriebe. Ein Großteil der Bäume krachte auf Fahrbahnen im Stadtgebiet. Einmal erwischte es den Kanaldamm in Niederbühl, zweimal die L 78 in Wintersdorf. Insgesamt jedoch ist Rastatt glimpflich davongekommen, und Verletzte oder größere Schäden sind nicht zu beklagen. Vorsicht ist aber dennoch geboten. Da die Böden wegen der häufigen Regenfälle in den vergangenen Wochen durchweicht sind, drohen auch gesunde Bäume ihren Halt zu verlieren und umzustürzen. Die Stadt Rastatt bittet daher Spaziergängerinnen und Spaziergänger um größte Vorsicht im Wald, auf den Friedhöfen und auf allen Grünflächen mit Bäumen. Auch wenn sich Sturm und Regen in den nächsten Tagen gelegt haben sollten, ist weiterhin Vorsicht angesagt. Denn lose Äste könnten von den Bäumen fallen und zu Verletzungen führen. 

Hochwassergefahr: Dämme bitte nicht betreten!

Gar nicht betreten werden sollten derzeit die Hochwasserdämme an Rhein und Murg, denn für die nächsten Tage muss mit Hochwasser gerechnet werden. Aus Sicherheitsgründen sollten Spaziergänger daher den Dämmen fernbleiben. Damit schützen sie auch Wildtiere, die sich bei Hochwasser auf die Dämme zurückziehen. Der Bereitschaftsdienst der Stadt Rastatt ist im Einsatz und beobachtet die weitere Entwicklung rund um die Uhr. An der Murg wird bereits am Nachmittag des 3. Januar ein erhöhter Pegelstand von 2,20 Metern erwartet. Nach einem vorübergehenden Absinken des Pegelstandes erreicht die Murg dann voraussichtlich am Freitag an der Hindenburgbrücke einen Maximalstand von 3,50 Metern. Stetig steigend ist der Pegelstand derzeit am Rhein. Aktuell hat er bei Plittersdorf die Marke von sieben Metern überschritten und wird nach den Prognosen der Hochwasserzentrale des Landes Baden-Württemberg am Samstag bei einem Maximalstand von 7,30 Metern angekommen sein. 

Aktuelle Infos zur Hochwassersituation auf der Website der Hochwasserzentrale unter www.hvz.baden-wuerttemberg.de.

Für die nächsten Tage muss mit Hochwasser gerechnet werden. Foto: Stadt Rastatt

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