Inklusives Projekt „Daheim Wohnen in Rastatt“: Stadt erhält 50.000 Euro Preisgeld – Befragungen der Bewohner ab November geplant

(30. Oktober 2017) Die tolle Nachricht aus Stuttgart löste große Freude im Rastatter Rathaus aus: Mit ihrem Projekt „Daheim Wohnen in Rastatt“ ist die Stadt einer der Preisträger des landesweiten Ideenwettbewerbs „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten“ und erhält dafür ein Preisgeld von 50.000 Euro. „Das ist eine wunderbare Wertschätzung für unseren Weg einer inklusiven Stadtgesellschaft, den wir weiter und gemeinsam mit den Rastatterinnen und Rastattern gehen werden“, freute sich Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch. Bei dem innovativen Projekt der Barockstadt soll im Stadtteil Zay modellhaft und mit Bürgerbeteiligung eine inklusive Quartiersentwicklung umgesetzt werden. Das Ziel: barrierefreies, selbstbestimmtes Wohnen im Alter und ein gemeinschaftsorientiertes Zusammenleben von Jung und Alt. So geht es eben nicht einfach um bauliche Aspekte des Wohnens, sondern um ein gelebtes Miteinander mit Hilfs-, Nachbarschafts- und Beratungsangeboten. 

Wissenschaftliche Begleitung und Befragungen der Bewohner/innen 

Wie schon beim Kommunalen Aktionsplan unterstützen Professor Jo Jerg von der Evangelische Hochschule Ludwigsburg und sein Team die Stadt Rastatt auch beim Projekt „Daheim Wohnen“. Die wissenschaftliche Begleitung sieht folgende nächste Schritte vor:

  • Befragung der Bewohner/innen im Stadtteil: Studierende der Hochschule Ludwigsburg werden zunächst  in Abstimmung mit dem Fachbereich Jugend, Familie und Senioren einen Fragekatalog erstellen und schließlich vor Ort im Zay sowohl mit Bewohnerinnen und Bewohnern als auch mit Experten in eigener Sache Befragungen und Interviews durchführen. Die Befragungen starten voraussichtlich im November. Der konkrete Termin steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig bekanntgegeben.
  • Umfeld- Und Sozialraumanalyse: Sie soll herausfiltern, welche Angebote im Stadtteil nötig sind, um ihn möglichst inklusiv zu gestalten. Auch hier helfen Befragungen der Bewohnerinnen und Bewohner, um Anliegen und Bedürfnisse zu erkennen, Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität im Quartier zu erarbeiten und ein „Daheim Wohnen in Rastatt“ im gewohnten Lebensumfeld zu unterstützen. Bereits vergangene Woche, am 26. Oktober, hatten sich die Studierenden ein Bild der Gegebenheiten vor Ort gemacht, die Infrastruktur des Stadtteils erfasst und Barrieren dokumentiert.
  • Auswertung der Analysen: Nach den Befragungen wird eine Ressourcenkarte angelegt, um und Lösungsansätze zur Teilhabe und Barrierefreiheit zu entwickeln. Voraussichtlich Ende des Jahres 2018 sollen die Ergebnisse vorliegen.

Preisverleihung in Stuttgart

Insgesamt hatten 147 Kommunen aus ganz Baden-Württemberg am Ideenwettbewerb des Ministeriums für Soziales und Integration teilgenommen, 53 Kommunen sind Preisträger. Am 23. November findet im Neuen Schloss in Stuttgart die Preisverleihung mit Sozialminister Manne Lucha und Staatssekretärin Bärbel Mielich statt. 

Federführend entwickelt hat das Projekt der Fachbereich Jugend, Familie und Senioren.  Der Anstoß kam dabei aus den Reihen des Expertenkreises Inklusion, Rastatts Interessensvertretung für Menschen mit Behinderung: Als Teil des „Kommunalen Aktionsplans Inklusion Rastatt“ sollte auch der Aspekt des inklusiven Wohnens betrachten werden. Im Juni hatte der städtische Fachbereich dem Gemeinderat das Projekt vorgestellt und volle Unterstützung für die Teilnahme am Wettbewerb erhalten. 

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