Rastatter Bahnhof wird von Grund auf saniert und barrierefrei umgestaltet

(29. September 2017) Auf diese Nachricht hat ganz Rastatt seit Jahren gewartet: „Der Bahnhof Rastatt bekommt eine umfangreiche Modernisierungskur. Dafür haben unsere gemeinsamen Bemühungen mit dem Land und der Stadt den Weg frei gemacht. Zukünftig wird Rastatt über einen komfortablen, barrierefreien Bahnhof verfügen.“ Sagte Bahnchef Dr. Richard Lutz am 27. September bei einer Pressekonferenz, zu der er eigens mit Bahnvorstand Ronald Pofalla und Dr. Andreas Honikel-Günther aus dem Stuttgarter Verkehrsministerium in die Barockstadt gekommen war. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch präsentierten sie in der BadnerHalle die Eckdaten für den Umbau, der in den letzten Wochen in intensiven Gesprächen zwischen Stadt, Land und Deutscher Bahn vereinbart worden war. Nachdem auch der Rastatter Gemeinderat am Montag, 25. September, in nicht öffentlicher Sitzung grünes Licht für die Pläne gegeben hatte, waren die Weichen gestellt für die frohe Kunde.

An den Gesamtkosten für die Modernisierung und barrierefreie Umgestaltung in Höhe von 17,6 Millionen Euro beteiligt sich das Land Baden-Württemberg mit 2,8 Millionen Euro und die Stadt Rastatt mit 1,4 Millionen Euro. Zügig soll es jetzt an das Planfeststellungsverfahren gehen, damit der Umbau 2020 starten kann, betonte Bahnchef Dr. Richard Lutz. 

Darauf hat Rastatt lange gewartet: Der Bahnhof wird modernisiert. Foto: Stadt Rastatt

Dank an Bahnreisende und Anwohner

Wie dringend nötig der Umbau ist, hatten besonders die letzten Wochen seit der Tunnel-Havarie am 12. August gezeigt. 30.000 Bahnreisende erleben seitdem täglich den miserablen Zustand des Bahnhofs. Und so dankte Lutz allen betroffenen Reisenden und Anwohnern für ihre „Geduld und Leidensfähigkeit“. 

Auch Ronald Pofalla äußerte sich erfreut über die gemeinsam getroffene Vereinbarung. In Richtung Stadt gewandt, meinte er: „Danke, dass Sie immer Druck gemacht haben.“ Das Land wünscht sich eine schnelle Umsetzung, daran ließ Dr. Andreas Honikel-Günter, Leiter des Referates Infrastrukturförderung und ÖPNV im Verkehrsministerium, keinen Zweifel. „Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“, merkte er an und bedankte sich für die vertrauensvollen, konstruktiven Gespräche in den letzten Tagen zwischen DB, Land und Stadt.

Ein großer Tag für Rastatt

Heute sei ein „großer Tag für Rastatt“, freute sich Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch. „Endlich können wir verkünden, dass der Rastatter Bahnhof barrierefrei umgebaut wird! Endlich! Das ist eine tolle Nachricht für unsere Bürger und unsere Gäste und ganz besonders für die unmittelbar betroffenen Menschen mit Behinderung, die den Bahnhof zurzeit gar nicht nutzen können.“ Er habe die Hoffnung nie aufgegeben und sich bis zuletzt mit breiter politischer Unterstützung dafür eingesetzt, dass Bewegung in die verfahrene Situation komme. Das heutige klare Bekenntnis der Deutschen Bahn und des Landes erfülle ihn mit Freude und Dankbarkeit, so der OB. Viele politische Vertreter Rastatts hätten sich in den letzten Jahren für eine Sanierung des Bahnhofs engagiert. Stellvertretend dankte Pütsch dem CDU-Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker wie auch der CDU-Landtagsabgeordneten Silvia Felder, die beide zur Pressekonferenz gekommen waren. Einen besonderen Dank formulierte der OB in Richtung Expertenkreis Inklusion. Der Rastatter Interessenverband für Menschen mit Behinderung hatte im Frühjahr eine Resolution zum Bahnhof an Bahnchef Lutz geschickt - und damit wieder einen intensiven Dialog mit der Bahn in Gang gesetzt. 

Darauf hat Rastatt lange gewartet: Der Bahnhof wird modernisiert. Foto: Stadt Rastatt
Darauf hat Rastatt lange gewartet: Der Bahnhof wird modernisiert. Foto: Stadt Rastatt

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