Kommunale Klimapartnerschaft: Partner einigen sich in St. Louis auf konkrete Maßnahmen

Mit vielen Eindrücken, aber auch klaren Vorstellungen, was in Sachen Klimapartnerschaft angepackt werden muss, kamen Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch, Thomas Semmelmann und Uschi Böss-Walter zurück aus St. Louis: Eine Woche lang waren sie in der senegalesischen Partnerkommune, um die Situation vor Ort kennenzulernen und konkrete Maßnahmen zu entwickeln.

So einigten sich die Partner im Bereich „Erneuerbare Energien“ darauf, Photovoltaik in St. Louis zu fördern und auszubauen. Insbesondere soll das Fischverarbeitungszentrum im Fischerviertel von St. Louis mit photovoltaikbetriebenen Leuchten sowie ausgewählte öffentliche Gebäude mit Photovoltaik ausgestattet werden.

Auch beim Thema „Begrünung und Aufforstung“ kamen konkrete Pläne zustande: Damit die Innenstadt grüner wird, sollen drei Straßenachsen in St. Louis bepflanzt werden. Auch die Mangrovenwälder an der Küste sollen – in Abstimmung mit bereits vorhandenen Schutzprojekten – eine Aufforstung erfahren.

„Umweltbildung“ stand ebenfalls auf der Agenda. Während eines Schulbesuchs konnten sich die Klimapartner mit Lehrern und Schülern über die Folgen des Klimawandels austauschen. Weitere Bildungsmaßnahmen sind geplant. Hier wollen die Stadtverwaltung St. Louis und die Naturfreunde ein gemeinsames Umweltbildungsprogramm abstimmen. Geplant sind unter anderem ein Filmprojekt sowie der Austausch von Unterrichtsmaterialien zu den Themen Klimaschutz, Abfall und Biodiversität. Doch auch die Erwachsenenbildung soll gefördert und die erwachsene Bevölkerung für das Thema Umwelt sensibilisiert werden. 

Da die Klimapartnerschaft keine finanzielle Unterstützung im Fokus hat, wird  versucht, für die Umsetzung der Maßnahmen in nationalen und internationalen Förderprogrammen aufgenommen zu werden.

Gemeinsam mit St. Louis‘ weiteren Partnerstädten Lille, Toulouse, Lüttich soll St. Louis dabei unterstützt werden, sich beim Klimagipfel in Paris im Dezember 2015 zu präsentieren und die Partnerprojekte vorzustellen.

Als Leitlinie für die zukünftige Zusammenarbeit verständigten sich die Klimapartner zudem darauf, dass die Klimapartnerstädte Städte Saint-Louis/Senegal und Rastatt/Deutschland die Herausforderungen des globalen Klimawandels annehmen und durch eigenes Handeln die Kohlendioxidemissionen so weit möglich verringern werden. Des Weiteren verpflichteten sich die beiden Städte, sich in ihren Klimaschutzbemühungen zu unterstützen.

Und so geht es weiter: Im März findet im Senegal ein Netzwerktreffen aller afrikanischen Kommunen statt, die sich an der Kommunalen Klimapartnerschaft beteiligen. Die zehn deutschen Kommunen, die aktuell am Projekt teilnehmen, treffen sich, ebenfalls im März, zum gegenseitigen Austausch in Bonn.

Impressionen aus St. Louis / Fotos: Stadt Rastatt

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