Städtische Hochwasserschutzmaßnahmen zahlen sich aus: Geringere Versicherungsbeiträge in bestimmten Stadtgebieten

Das Engagement der Stadt Rastatt in Sachen Hochwasserschutz zahlt sich aus: Sowohl das Hochwasserschutz- und Ökologie-Projekt (HÖP) als auch das mobile Deichsystem an der Murg schützen viele Teile der Stadt vor einem hundertjährlichen Hochwasser. Das wirkt sich positiv aus auf die Versicherungsbeiträge für die Hauseigentümer und Mieter in diesen Gebieten. Denn die Versicherungswirtschaft ordnet sie ab sofort der günstigeren „Gefährdungsklasse 2“ (geringe Gefährdung) zu statt wie bisher der „Gefährdungsklasse 3“ (mittlere Gefährdung). Das bedeutet geringere Kosten für Elementarschaden- und Umwelthaftpflichtversicherungen. 

Eine Liste der Adressen, die hiervon profitieren, gibt es hier zum Herunterladen. Die Liste umfasst nur Rastatter Adressen und soll den Bürgerinnen und Bürgern lediglich als Hinweis dienen. Eigentümer / Mieter sollten sich jedoch direkt an die Versicherungsgesellschaften wenden und sich die Änderung ihrer Gefährdungsklasse bestätigen lassen.

Das mobile Deichsystem an der Murg wurde im Oktober 2015 erstmals erprobt / Foto: Stadt Rastatt.

Eigentlich hätten die Rastatter Hochwasserschutzmaßnahmen erst im Jahr 2019 im Zuge der Fortschreibung der Hochwassergefahrenkarte für das Land Baden-Württemberg versicherungstechnisch Berücksichtigung gefunden. Ein intensiver Dialog zwischen der Stadtverwaltung, dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW), dem Regierungspräsidium Stuttgart, dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. und der VdS Schadenverhütung GmbH hat es aber möglich gemacht, die neuen Daten zeitnah anzuwenden. 

Über das Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen, kurz „ZÜRS Geo“

Die deutschen Versicherer haben ein Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen entwickelt, kurz „ZÜRS Geo“, um abschätzen zu können, wie hochwassergefährdet Gebäude sind. Daraus ergibt sich der Versicherungsbeitrag für die Elementarschadenversicherung.

Je nach Überschwemmungsrisiko werden Adressen vier unterschiedlichen Gefährdungsklassen (GK) zugeordnet: 

  • GK 1: sehr  geringe Gefährdung / Statistisch tritt ein Hochwasser seltener als einmal alle 200 Jahre auf.
  • GK 2: geringe Gefährdung / Statistisch tritt ein Hochwasser  einmal in 100 bis 200 Jahren auf.
  • GK 3: mittlere Gefährdung / Statistisch tritt ein Hochwasser  einmal in 10 bis 100 Jahren auf.
  • GK 4: hohe Gefährdung / Statistisch tritt ein Hochwasser mindestens einmal in 10 Jahren auf.

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