Gelebte Partnerschaft: 70-köpfige Reisegruppe um OB Pütsch kehrt mit schönen Erinnerungen aus Ostrov zurück

(13. September 2017) Voller Erfolg: Vier Tage lang besuchten 70 Rastatter im Rahmen einer für die Stadt organisierten Bürgerreise die tschechische Partnerstadt Ostrov. Alle Teilnehmer äußerten sich begeistert über das Programm und die große Herzlichkeit, mit der sie in der Partnerstadt empfangen wurden.

Nach der erlebnisreichen Besichtigung der historischen Stadt Eger kam die Reisegruppe planmäßig in Ostrov an. Der zweite Tag war ausschließlich der Partnerstadt vorbehalten: Die Rastatter Gruppe wurde im „Rastatter Hof“ empfangen, einem hübsch angelegten Platz beim Ostrover Schloss. Hier hat die Stadt Ostrov eine Buchsienhecke in Form der Rastatter Weinleiter gepflanzt, außerdem weisen Gedenksteine und –tafeln auf die seit 1991 bestehende Partnerschaft beider Städte hin. 

Dass die Beziehung schon wesentlich älter ist als die offizielle Partnerschaft, machte Bürgermeister Josef Železný bei seiner Begrüßung im Atrium des Schlosses deutlich: Begonnen hat alles 1690 mit der Hochzeit zwischen dem Türkenlouis und Augusta Sibylla von Sachsen-Lauenburg, deren Vater über die Region um Schlackenwerth, das heutige Ostrov, herrschte.

Durch das Schloss – gleichzeitig Sitz der Stadtverwaltung – führten Zuzana Železná, die gute Seele der Partnerschaft, und Dana Osičková, die auch als Dolmetscherin fungierte. Dabei gab es auch im Sitzungssaal des Rathauses Informationen über die politischen Verhältnisse in Ostrov: 21 Stadtverordnete, die viermal im Jahr zusammenkommen, wählen aufgrund der Mehrheitsverhältnisse den Bürgermeister. Die eigentliche Stadtregierung bildet ein siebenköpfiges Gremium, das alle zwei Wochen tagt. Danach ging es auf einen Spaziergang durch den weitläufigen Schlosspark, der beim Klosterbezirk endete. In diesem Areal befindet sich auch die Einsiedelner Kapelle, das Pendant zu dem Bauwerk in Rastatt. Ein besonderer Höhepunkt der Besichtigung des Klosterareals war die Einweihung einer Skulptur: Ein kunstvoll geschmiedeter barocker Flügel erinnert neben einer Gedenktafel an den Hofkapellmeister Johann Caspar Ferdinand Fischer, der auch viele Jahre in Rastatt wirkte und der von Musikexperten als „badischer Bach“ gewürdigt wird. Das Trio Piacere aus Karlsbad (Klarinette, Querflöte und Geige) spielte die passende musikalische Umrahmung, bevor Bürgermeister Josef Železný die Skulptur enthüllte. 

Waren die Rastatter schon zu diesem Zeitpunkt begeistert von der guten Organisation und dem prallen Programm, so wurde dieser Eindruck am Abend noch getoppt. Zusammen mit Ostrover Bürgern waren die Rastatter zu einem bunten Abend ins Kulturhaus der Partnerstadt eingeladen. Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch und sein Ostrover Kollege Josef Železný betonten in ihren Ansprachen die Bedeutung solcher Begegnungen für die Verständigung zwischen den Menschen in beiden Partnerstädten. Pütsch dankte den Freunden aus Ostrov für ihren Einsatz, die Reise erfolgreich zu gestalten, und überreichte Gastgeschenke.

Abgerundet wurde die Bürgerreise durch einen erlebnisreichen Tag in Karlsbad. Während die Rastatter Gruppe durch Karlsbad geführt wurde, trafen sich die mitgereisten Rastatter Stadträtinnen und Stadträte mit Kollegen aus Ostrov zu einem Meinungsaustausch und zu Besprechungen über künftige Partnerschaftsaktivitäten. Von Ostrover Seite nahmen an diesem Gespräch Bürgermeister Josef Železný, seine Stellvertreterin Ilona Leupold und Walburga Mikešová teil. Stanislava Merkel aus Rastatt half als Dolmetscherin, die Verständigung herzustellen. Nach dem erlebnisreichen Aufenthalt in Tschechien kam die Reisegruppe am Sonntag wohlbehalten wieder in Rastatt an. (Text: Harald Besinger)

 

Bildergalerie
(Fotos: Harald Besinger)

 
 

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