Feierliche Matinee am Tag der Deutschen Einheit: Festredner im Reformationsjahr ist Wolfgang Huber

(11. September 2017) Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch lädt alle Rastatterinnen und Rastatter herzlich ein zur feierlichen Matinee am Tag der Deutschen Einheit am Dienstag, 3. Oktober 2017, 11.30 Uhr, in der BadnerHalle Rastatt. Höhepunkt der Veranstaltung ist die Festrede von Professor Wolfgang Huber. Der ehemalige Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland stellt im großen Reformationsjubiläumsjahr die Frage: „Welche Werte braucht unsere Gesellschaft?“ Die musikalische Gestaltung der Matinee übernimmt das Grammy-nominierte Vocalensemble Rastatt unter der Leitung von Professor Holger Speck mit Werken von Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach und Joseph Haydn. Torsten Übelhör (Orgel), France Beaudry (Violine) und Toshinoro Ozaki (Laute) begleiten das Vocalensemble instrumental. Die Rede wird in die Gebärdensprache übersetzt. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist kostenlos. 

Für festliche musikalische Begleitung sorgt das Vocalensemble Rastatt unter der Leitung von Professor Holger Speck / Foto: Vocalensemble.
Festredner zum 500. Jubiläum der Reformation: Professor Wolfgang Huber / Foto: Lena Uphoff

Über den Festredner Wolfgang Huber

Professor Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber, Jahrgang 1942, ist einer der profiliertesten Theologen Deutschlands und betätigt sich als Vordenker in ethischen Fragen. Er war von 1994 bis 2009 Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg. Sechs Jahre lang, von 2003 bis 2009, repräsentierte er als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die mehr als 20 Millionen Menschen evangelischen Glaubens in unserem Land. Immer wieder hat er sich in wichtigen gesellschaftlichen Debatten als Vertreter der evangelischen Kirche zu Wort gemeldet, zum Beispiel zur Rolle der Familie, zu Bildungsfragen, zur Bioethik, zum Verhältnis von Christentum und Islam sowie zur Ethik des Unternehmertums. Von 2001 bis 2003 war er Mitglied des Nationalen Ethikrats und von 2010 bis 2014 Mitglied des Deutschen Ethikrats.

Heute widmet sich Wolfgang Huber vor allem der Wertevermittlung in Wirtschaft und Gesellschaft. Seine Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Wirtschaftsethik, Bildung und Bioethik. Er arbeitet als Publizist und Theologie-Professor an der Berliner Humboldt-Universität, in Heidelberg und im südafrikanischen Stellenbosch. Daneben hat er zahlreiche Ehrenämter inne. 

Der gebürtige Straßburger wuchs in Freiburg auf. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Huber studierte an den Universitäten Heidelberg, Göttingen und Tübingen Theologie, promovierte 1966 und war danach als Vikar und Pfarrer in Württemberg tätig. 

Wolfgang Huber wurde unter anderem mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland, dem Verdienstorden des Landes Berlin, dem Verdienstorden des Landes Brandenburg und dem Europäischen Kulturpreis ausgezeichnet. Die Christliche Akademie Warschau, die Universität Stellenbosch (Südafrika) und die Ruhr-Universität Bochum haben Wolfgang Huber die Ehrendoktorwürde verliehen.

Professor Holger Speck, Gründer und künstlerischer Leiter des Vocalensemble Rastatt & Les Favorites. Foto: Vocalensemble Rastatt

Über das Vocalensemble Rastatt

Das Vocalensemble Rastatt unter der Leitung seines Dirigenten Prof. Holger Speck zählt mittlerweile zur internationalen Spitzenklasse und war für den Grammy 2017 nominiert. Im März gastierte es als Kulturbotschafter der Bundesrepublik Deutschland beim G20-Gipfel im Festspielhaus Baden-Baden und eröffnete im April in Magdeburg das Deutsche Chorfestival. Für seine Mitwirkung bei Mozarts „Le nozze di Figaro“ wird das Vocalensemble bei der Deutschen Grammophon am 29. Oktober in der Elbphilharmonie Hamburg mit dem Echo-Klassik ausgezeichnet.

Holger Speck  ist Gründer und künstlerischer Leiter des Vocalensemble Rastatt & Les Favorites. Mittlerweile genießt er internationales Renommee als charismatischer Musiker, dem sowohl die Realisation klangästhetischer Besonderheiten der jeweiligen Epoche, als auch die Vermittlung emotionaler Gehalte gelingt. Er initiierte 2009 die sommerliche Konzertreihe „Klingende Residenz“, die Anziehungspunkt von Musikfreunden aus dem ganzen Land ist und regelmäßig vom SWR ausgestrahlt wird. Er  arbeitet außerdem als Sänger und Gastdirigent und unterrichtet als Professor an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Gerade war er als Leiter einer Masterclass an der Universität von Rio de Janeiro.

Am 3. Oktober wird das Vocalensemble Rastatt die Matinee mit der Bearbeitung über den Luther-Text „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Georg Philipp Telemann eröffnen. Es folgen Choral-Kompositionen von Johann Sebastian Bach über Luther-Texte. Nach der Festrede wird die auch beim G20-Gipfel im Festspielhaus Baden-Baden präsentierte große Doppelchor-Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“ des Leipziger Thomaskantors Bach zu hören sein. Begleitet wird das Vocalensemble von der Continuo-Besetzung – Orgel, Laute und Violine – der instrumentalen Formation Les Favorites.

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