Am Morgen Telefonat mit dem DB-Konzernbevollmächtigten, am Vormittag Vor-Ort-Termin am Bahnhof: Die kritische Situation rund um die Tunnelbaustelle und die Auswirkungen der Rheintal-Streckensperrung auf den Bahnhof Rastatt sind aktuell Thema Nummer eins

Tunnel-Debakel und Streckensperrung: Stadt Rastatt drängt auf direktere Kommunikation und Infoveranstaltung der Deutschen Bahn

(17. August 2017) Die anhaltende Unsicherheit, wie es weitergeht mit der Tunnelbaustelle der Deutschen Bahn (DB) und der Streckensperrung zwischen Rastatt und Baden-Baden, umtreibt die Stadt Rastatt zunehmend mit Sorge. Insbesondere die starken Belastungen des Ortsteils Niederbühl und die Auswirkungen auf Familien in direkter Nachbarschaft zur Tunnelbaustelle sind kaum noch akzeptabel. Dies betonte Bürgermeister Wolfgang Hartweg in einem Telefonat am 17. August mit dem DB-Konzernbevollmächtigten für Baden-Württemberg, Sven Hantel. Hartweg kritisierte, dass auch fünf Tage nach den Gleis- und Geländeabsenkungen die Kommunikation der Deutschen Bahn gegenüber der Stadt Rastatt zu wünschen übrig lasse. Für das Ausbleiben einer direkten Kontaktaufnahme der DB mit der Stadtspitze am Unglücks-Wochenende habe man wegen der akuten Krisensituation durchaus noch Verständnis gehabt, so Hartweg. Inzwischen jedoch erwarte die Stadt eine lückenlose Information über den aktuellen Stand und die Auswirkungen auf Rastatt. Diese sei jedoch bisher ausgeblieben. „Wir wünschen uns seitens der Stadt dringend einen direkten Ansprechpartner, der uns regelmäßig aktiv informiert“, so Hartweg in dem Gespräch. Außerdem wünsche er, dass die Deutsche Bahn in Kürze eine Informationsveranstaltung in Niederbühl anbiete, um der Bevölkerung vor Ort Rede und Antwort zu stehen. 

Die Auswirkungen des Vorfalls auf der Tunnelbaustelle seien überdies ein großer Imageschaden für die Stadt Rastatt, machte Wolfgang Hartweg deutlich. Bahnreisende müssten jetzt unfreiwillig einen Stopp in der Barockstadt einlegen und würden die ganze Dramatik rund um die fehlende Barrierefreiheit besonders krass erleben. Hier müsse schnell etwas passieren, das sei der Bahn doch hoffentlich noch klarer geworden, so Wolfgang Hartweg.

Sven Hantel äußerte Verständnis für die Unzufriedenheit der Stadt und die Wünsche nach direkterer Kommunikation und einer Infoveranstaltung vor Ort. Er werde dies hausintern abstimmen und sich in Kürze dazu melden. Die Stadt selbst wird dranbleiben und am Freitag, 18. August, wieder den telefonischen Kontakt zum Konzernbevollmächtigten suchen. Beim Jour fixe an der Tunnelbaustelle, den die Deutsche Bahn seit dem 16. August täglich über den aktuellen technischen Stand stattfinden lassen will, werden auch jeweils Vertreter der Stadt Rastatt anwesend sein. 

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