Rastatt inklusiv – Das neue barrierefreie Online-Portal der Stadt Rastatt geht an den Start

(28. Juni 2017) Wo gibt es in Rastatt barrierefreie Toiletten? Wo Kulturangebote für Menschen mit Höreinschränkung? Oder taktile Leitsysteme für Blinde? Auf einen Blick und mit wenigen Klicks finden Menschen mit Behinderungen diese und viele weitere nützliche Informationen ab sofort auf Rastatt inklusiv, dem neuen barrierefreien Online-Portal der Stadt Rastatt (www.rastatt-inklusiv.de). Als bisher einzigartiges kommunales Online-Angebot listet es Adressen und Angebote in Rastatt auf, die barrierefrei zugänglich sind. Lob für das innovative Portal gab es von prominenter Stelle: Samuel Koch, der seit seinem schweren Sturz während der Sendung „Wetten, dass?“ im Rollstuhl sitzt, zeigte sich begeistert – und war sofort bereit, für das Portal Pate zu stehen: „Ich fühle mich geehrt, Rastatt inklusiv ein Gesicht zu geben“, so Koch. An die Macher und Nutzer von Rastatt inklusiv schickt er eine Grußbotschaft. Derlei Portale, findet Koch, „tragen dazu bei, dass das Wort Inklusion nicht nur ein Menschenrecht bleibt, sondern in die Tat umgesetzt wird.“ 

Mitmachen ist Programm bei Rastatt inklusiv

Ein ganz entscheidender Punkt des neuen Online-Portals ist: Es ist interaktiv. Mitmachen ist also Programm. Über eine Maske können sich Interessierte einloggen und „ihre“ barrierefrei zugänglichen Orte in Rastatt einstellen. Bereits eingetragen sind alle öffentlichen barrierefreien Gebäude und Plätze in Rastatt wie Rathäuser, Bushaltestellen, städtische Kultureinrichtungen, Parks oder Sportplätze. Nun sollen viele weitere Angaben folgen. „Von Anfang an sind wir den inklusiven Weg in Rastatt gemeinsam mit den Betroffenen gegangen, so Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch, „daher sind die Menschen mit Behinderung in Rastatt auch jetzt gefordert. Und so appelliert er an sie: „Machen Sie mit! Zeigen Sie uns und allen Nutzern von Rastatt inklusiv, wo Sie in Rastatt gute Erfahrungen mit barrierefreien Orten, Plätzen und Angeboten gemacht haben! Je mehr Informationen unsere Seite anbieten kann, desto mehr Menschen können von dem tollen Service profitieren. Und desto mehr Menschen motivieren wir, sich unserem Ziel anzuschließen: einem Rastatt ohne Barrieren“, so der Oberbürgermeister weiter. 

Barrierefreie Gestaltung nach dem Mehr-Sinne-Prinzip

Die Gestaltung der Seiten folgt den Kriterien der Barrierefreiheit nach dem Mehr-Sinne-Prinzip. So bietet das Portal die Möglichkeit, die Schriftgröße zu ändern, den Kontrast zu verstärken und sich Texte vorlesen lassen. Zudem arbeitet die Seite mit Piktogrammen, damit die Nutzer schnell und problemlos erkennen, worum es geht.

Rastatt inklusiv ist einfach sortiert für verschiedene Lebenslagen. Es gibt die vier Bereiche „Leben“, „Mobil“, „Kultur“ und „Sport“. Hier können die Nutzer jeweils weiter filtern: Suchen sie Orte mit Behindertenparkplätzen, barrierefreien Toiletten oder rollstuhlgerechten Umkleidekabinen? Welche Behinderung liegt vor? Mit wenigen Klicks lassen sich die speziellen Bedürfnisse der Nutzer einstellen. Auf der Übersichtsseite „Über uns“ finden Interessierte zudem Informationen zum Inklusionsprozess in Rastatt, zu Partnern und Unterstützern sowie zu Nachrichten und aktuellen Entwicklungen in Sachen Inklusion in Rastatt. 

Das neue barrierefreie städtische Internetportal „Rastatt inklusiv“ entstand in den vergangenen zwei Jahren als Maßnahme im kommunalen Aktionsplan Inklusion Rastatt unter der Federführung des Fachbereichs Jugend, Familie und Senioren und in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Rastatt. Erste gestalterische und konzeptionelle Ideen zur barrierefreien Informationsseite lieferte ein Studententeam um Professor Jo Jerg von der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg, der den Inklusionsprozess in Rastatt von Beginn an wissenschaftlich begleitet. Gemeinsam mit der Rastatter Agentur Exakt hat die Stadt Rastatt das Online-Portal stetig weiterentwickelt.

Screenshot: So sieht das neue barrierefreie Online-Portal „Rastatt inklusiv“ aus.

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