„Rastatt ist die Stadt des Ehrenamtes“: Oberbürgermeister Pütsch bedankt sich bei ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern

(22. Juni 2017) Bei einem Dankesempfang der Stadt Rastatt für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer am Mittwochabend, 21. Juli 2017, in der BadnerHalle betonte Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch, dass die große Flüchtlingswelle in den letzten Jahren nur mit dem gemeinsamen Einsatz vieler haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter gestemmt werden konnte. „Sie arbeiten oft im Hintergrund: Unauffällig aber extrem wirkungsvoll“, lobte Hans Jürgen Pütsch die rund 60 ehrenamtlichen Helfer. Als rund 1200 Flüchtlinge in damals überfüllten Rastatter Gemeinschaftsunterkünften untergebracht waren, kümmerten sich bereits viele Helfer um deren Wohl. Heute werden viele dieser Einzelpersonen und Familien in Anschlussunterkünften in der Stadt betreut. „Durch ihren tollen Einsatz kann ich zu Recht sagen: Rastatt ist die Stadt des Ehrenamtes“, freute sich der Oberbürgermeister und verwies darauf, dass Privatpersonen sich ebenso in der Flüchtlingsarbeit einbringen wie Kirchengemeinden, Moscheegemeinden und das Deutsche Rote Kreuz.

Insgesamt gibt es in Rastatt derzeit 23 verschiedene Arbeitsgruppen in der Flüchtlingsarbeit, die unter anderem eine Hausaufgabenbetreuung, verschiedene Deutschkurse und künstlerische Projekte anbieten. Darüber hinaus werden Flüchtlinge bei der Suche nach einer eigenen Wohnung und einem Arbeitsplatz unterstützt.

Die Flüchtlingszahlen in Rastatt und der Region sinken deutlich. Derzeit leben 652 Personen in den Rastatter Gemeinschaftsunterkünften, die damit nicht voll belegt sind. 258 Personen sind zudem in Anschlussunterkünften untergebracht. Pütsch betonte, dass die Stadt Rastatt Millionenbeträge für neuen Wohnraum investiert: „Unser Neubauprojekt im Bittler kann 110 Flüchtlinge in der Anschlussunterkunft aufnehmen und soll später bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen bieten.“ 

Miguel Rodriguez vom städtischen Kundenbereich Kommunale Sozialarbeit betonte die Wichtigkeit der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit: „Wie Sie ihre Zeit und Kraft einbringen, ist vorbildlich“, sagte er. 

Die Möglichkeiten des Landkreises Rastatt stellte die Integrationsbeauftragte Tamina Hommer vor. Unter anderem wurden im vergangenen Jahr 24 Deutschkurse mit rund 400 Teilnehmern angeboten. Im laufenden Jahr sind es acht Kurse mit 160 Teilnehmern. Neu in diesem Jahr sind berufsbegleitende Abendkurse und Mutter-Kind-Kurse, um den Flüchtlingen beim Erwerb der deutschen Sprache zu helfen. „Wir passen unser Angebot ständig dem Bedarf an“, betonte Tamina Hommer. Angeboten wird zudem ein Rechtsstaatsunterricht, der durch Dolmetscher unterstützt wird. Die Bewohner aus den Gemeinschafts- und Anschlussunterkünften erfahren dort von ehrenamtlichen Richtern und Staatsanwälten, dass in Deutschland die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ebenso im Grundgesetzt verankert ist wie die Religionsfreiheit. Tamina Hommer stellte zudem die Rückkehrberatung des Landkreises Rastatt vor. Seit Sommer 2016 konnten 128 freiwillige Ausreisen vor allem nach Albanien und Serbien verbucht werden.

Das Integrationskonzept des Landkreises sieht in den kommenden Monaten im Gesundheitsbereich unter anderem weitere Impfungen, eine verstärkte Aufklärungsarbeit und Zahngesundheitsseminare für Kinder vor. Zudem stehen ein Fahrrad-Sicherheitstraining und ein Selbstbehauptungskurs für Mädchen auf dem Programm.

Beim Empfang der Stadt Rastatt brachte Zauberkünstlerin Marion Metternich die ehrenamtlichen Helfer mit zahlreichen großen und kleinen Tricks zum Staunen.

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch (links) dankte den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die sich in Rastatt für Flüchtlinge einsetzen. Foto: Stadt Rastatt
Zauberkünstlerin Marion Metternich verblüffte die Flüchtlingshelfer beim Empfang der Stadt Rastatt mit zahlreichen Tricks.oto: Stadt Rastatt

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