Startschuss für die neue Flüchtlingsunterbringung im Bittlerweg / Folgenutzung für bezahlbaren Wohnraum geplant

(12. April 2017) Die Spaten sind gestochen, nun kann es losgehen mit den Bauarbeiten für die neue Flüchtlingsunterbringung im Bittlerweg. Entstehen wird dort ein dreigeschossiges Gebäude mit 17 Wohneinheiten, das dank seiner Massivbauweise und des flexibel geplanten Zuschnitts künftig auch für bezahlbaren Wohnraum genutzt werden kann und soll. 

Symbolischer Spatenstich für den Neubau der Flüchtlingsunterbringung im Bittlerweg. Später soll das Gebäude für Sozialwohnungen genutzt werden. Foto: Stadt Rastatt

Wie Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch beim symbolischen Spatenstich am 11. April 2017 verdeutlichte, waren Stadt und Gemeinderat beim Thema Flüchtlingsunterbringung zwar wie viele Kommunen 2015 vor große Herausforderungen gestellt worden. Stets habe man jedoch unaufgeregt und sachlich diskutiert und sich bei der Anschlussunterbringung von Flüchtlingen nicht nur auf dezentrale Standorte geeinigt, sondern vor allem auch auf nachhaltige Lösungen. „Schließlich haben wir in Rastatt auch Bedarfe an bezahlbarem Wohnraum. Der Standort am Bittlerweg bietet sich hierfür besonders gut an“, so Pütsch. 

Mit einer Wohnfläche von 1.170 Quadratmetern und acht Drei-Zimmer- sowie neun Zwei-Zimmer-Wohnungen soll der dreigeschossige Neubau zunächst Platz für bis zu 110 Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung bieten. Bewusst hatte sich die Stadt Rastatt für einen Massivbau entschieden, sodass das Gebäude in der Folge für Sozialwohnungen genutzt werden kann und so bezahlbarer Wohnraum für rund 50 Personen entsteht. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 2,6 Millionen Euro. Die Stadt erhält außerdem Fördergelder in Höhe von 715.000 Euro aus dem Landesförderprogramm „Wohnraum für Flüchtlinge“. 

Seinen Dank richtete der Oberbürgermeister nicht nur an die eigenen Mitarbeiter für die Planung und Umsetzung des Projekts, sondern insbesondere auch die Firma Lang Bau aus Ettlingen, die der Gemeinderat als Generalunternehmer beauftragt hatte; und an das Architektenbüro Bau4 aus Karlsruhe, das die Planung des Neubaus übernommen hatte. Dessen Geschäftsführer Christian Lyachenko bezeichnete den Neubau als spannendes Projekt und freute sich, das Ziel – nämlich ein flexibel nutzbar gestaltetes Gebäude zu entwerfen – erreicht zu haben. Den künftigen Bewohnern und Nachbarn im Bittlerweg wünschte er ein friedliches Zusammenleben. Einziehen können die ersten Flüchtlinge voraussichtlich im April / Mai 2018.

Neben dem Bittlerweg sind derzeit zwei weitere Projekte zur Anschlussunterbringung für Flüchtlinge und Folgenutzung auf dem Weg der Realisierung: In Planung ist ein Bau in Niederbühl, der später auch der Unterbringung von Obdachlosen dienen soll. Außerdem wird derzeit die alte Schule in Wintersdorf umgebaut. Anders als ursprünglich angenommen, muss die Stadt Rastatt in den Jahren 2017 und 2018 mehr Flüchtlinge in Anschlussunterbringung aufnehmen als gedacht. Für das Jahr 2017 sind es statt 24 nun 165, für das Jahr 2018 statt 21 voraussichtlich 152. Ein Teil der Flüchtlinge wird im Gebäudebestand des städtischen Eigenbetriebs Wohnungswirtschaft untergebracht. Außerdem befindet sich die Stadt derzeit in Gesprächen mit dem Landkreis, um weitere Unterbringungsmöglichkeiten auszuloten.

So wird das Gebäude im Bittlerweg aussehen. Südseite. Visualisierung: Bau4 Architekten
So wird das Gebäude im Bittlerweg aussehen. Nordseite. Visualisierung: Bau4 Architekten

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