Stadtmuseum Rastatt

Rastatt in der „Weimarer Republik" - Die Zeit zwischen den Weltkriegen


Frühjahr 2018 bis Januar 2019

Am 11. November 1918 endete mit dem Waffenstillstand von Compiègne der Erste Weltkrieg. Die Kriegsmaschinerie forderte über neun Millionen Menschenleben, darunter auch viele Söhne aus Rastatter Familien.

Die 1919 geschlossenen Versailler Verträge waren für die Grenzregion Deutschland-Frankreich einschneidend. Elsass und Lothringen wurden französisch, das Grenzland zu Frankreich entmilitarisiert und mit Handelsbeschränkungen belegt. Maßnahmen, die Städte wie Rastatt in besonderer Weise trafen. Das Unterelsass und Metz als wichtige wirtschaftliche Partnerregionen gingen verloren. Viele Industriebetriebe wanderten nun ab. 

Eine zusätzliche Belastung mit erheblichen wirtschaftlichen Einbußen bedeutete die Auflösung der Garnison in Rastatt. Gleichzeitig wurde die Stadt zum Brennpunkt für den Austausch von Kriegsgefangenen und Flüchtlingen.

War der kurze wirtschaftliche Aufschwung Rastatts nach der Entfestigung 1890 bereits infolge des Ersten Weltkriegs zum Stillstand gekommen, verschärfte sich die Situation nach Kriegsende zusehends: Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit verursachten große Not in der Bevölkerung. Städtebauliche Maßnahmen wie die Notstandsarbeiten zur weiteren Entfestigung der Stadt und das Bauprojekt Gartenstadt zur Wohnungsnotbekämpfung sollten helfen. Unermüdlichen waren die Anstrengungen des damaligen Oberbürgermeister August Renner (Amtszeit 1913-1933). Dennoch verbesserte sich die wirtschaftliche Situation nur schleppend. Zu Beginn der 1930er Jahre hatte Rastatt eine Arbeitslosenquote von über 40 Prozent.

Abriss der Ludwigsfeste in den 1920er Jahren

Mit seiner Sonderausstellung „Rastatt in der Weimarer Republik“ beteiligt sich das Stadtmuseum Rastatt am länderübergreifenden Kooperationsprojekt „Netzwerk Museen am Oberrhein“. Zum Netzwerk gehören mehr als 30 Museen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Das kommende Projekt des Netzwerks Museen widmet sich 2018/19 dem Thema „Zeitenwende" vor 100 Jahren. 


Neuigkeiten zur großen Weimar-Ausstellung


(11. August 2017) „Republik Baden“ proklamiert das historische Grenzschild auf der gelb-roten Säule, das seit vergangener Woche den Innenhof des Stadtmuseums ziert. Pünktlich zum 98. Jubiläum des Verfassungstages der Weimarer Republik am Freitag, 11. August, steht damit das erste große Exponat der großen Ausstellung über Rastatts Stadtgeschichte zwischen 1918 und 1933 bereit. Der 11. August war damals deutscher Nationalfeiertag. Weiterlesen...


(30. Juni 2017) Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Das Stadtmuseum Rastatt plant zum 100. Geburtstag der Weimarer Republik für 2018 eine große Sonderausstellung mit Fokus auf die Rastatter Stadtgeschichte. Ein zentrales Objekt der Zwischenkriegs-Schau präsentierte Museumsleiterin iris Baumgärtner am 27. Juni 2017 im Atelier der Restauratorin Karin Welz-Spriestersbach. Weiterlesen...

Kontakt

Stadtmuseum Rastatt
Im Vogelschen Haus
Herrenstraße 11
76437 Rastatt
Telefon 07222 / 972-8400
E-Mail: museen@rastatt.de

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Samstag
12-17 Uhr
Sonntag und an Feiertagen
11-17 Uhr