Stadt Rastatt

Rastatt setzt auf Jugendbeteiligung – Konzeptentwurf steht

Die Stadt Rastatt setzt seit vielen Jahren auf die Beteiligung Jugendlicher an der Stadtentwicklung. Verschiedene Beteiligungsformen wurden und werden angeboten und erprobt, um Jugendliche zum Mitgestalten zu ermuntern. Den bisher größten Zuspruch erfahren hat der Jugendgipfel, der seit 2011 einmal jährlich stattfindet – organisiert von engagierten Jugendlichen.

Was Rastatt bisher „freiwillig“ praktiziert hat, ist seit Dezember 2015 Pflicht. In der neuen Gemeindeordnung schreibt der Gesetzgeber vor, Jugendliche „bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener Weise“ zu beteiligen.

Am 19. Juli hatte sich ein Arbeitskreis mit Jugendlichen sowie Vertretern aus Verwaltung und Politik zu einem moderierten Workshop im Rathaus zusammengefunden, um das Thema Jugendbeteiligung / Foto: Stadt Rastatt.

Vier Workshops, eine Feedback-Runde mit Schülern

Doch was ist angemessen für Rastatt? Wie sieht das „ideale“ Jugendbeteiligungskonzept für Rastatt aus? Welches Beteiligungsverfahren ist praktikabel? Welches trifft den „Nerv“ der Jugendlichen und motiviert sie, kontinuierlicher mitzumachen? In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe und vier Workshops setzten sich seit Juli 2016 Vertreter der Verwaltung, der Gemeinderatsfraktionen und engagierte Jugendliche mit dem Thema auseinander. Ihr Ziel: ein Regelwerk mit Leitlinien zur Jugendbeteiligung. Ihre tolle Leistung: der Konzeptentwurf liegt vor! Inzwischen getestet und für gut befunden von einer Schülergruppe mit 40 Jugendlichen aus allen weiterführenden städtischen Schulen in Rastatt. 

In einem finalen Workshop am 7. Februar 2017 trafen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe, um den erarbeiteten Entwurf "Richtlinie für Jugendbeteiligung" abschließend zu diskutieren. Mit zwölf Zustimmungen und zwei Enthaltungen erhielt der Vorschlag ein klares Votum. Darüber hinaus hatten im Vorfeld bereits vier Teilnehmer per Telefon oder E-Mail dem Entwurf zugestimmt. Sie waren an der Abschlusssitzung verhindert. Einig war sich die Arbeitsgruppe darüber, dass der vorliegende Entwurf nun alle Vorstellungen und Anregungen aus Verwaltung, Politik und vor allem Jugendlichen beinhaltet. Für eine praktische Umsetzung ist es nun wichtig, für die Richtlinie eine leicht verständliche, ansprechende und jugendgerechte Fassung zu erstellen.

Feedback-Runde mit einer Schülergruppe mit 40 Jugendlichen aus allen weiterführenden staatlichen Schulen in Rastatt / Foto: Stadt Rastatt.

Und so geht's weiter:

Nun sind die Gremien gefragt. Aufgrund der Bedeutung des Themas sind zwei öffentliche Vorberatungen angesetzt. Am 13. März befasste sich der Ausschuss für Jugend, Soziales und Kultur mit der „Richtlinie für Jugendbeteiligung“. Eine zweite Vorberatung im Verwaltungs- und Finanzausschuss folgt dann am Montag, 3. April. Nach den Osterferien am Montag, 24. April, entscheidet schließlich der Gemeinderat über den Konzeptvorschlag.

Der jährlich stattfindende Jugendgipfel erfährt bisher den größten Zuspruch in Sachen Jugendbeteiligung / Fotos: Stadt Rastatt.
Der jährlich stattfindende Jugendgipfel erfährt bisher den größten Zuspruch in Sachen Jugendbeteiligung / Fotos: Stadt Rastatt.

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