Flüchtlinge in Rastatt


Kein Sicherheitsproblem in Rastatt, aber Auffälligkeiten in der Gewaltkriminalität: Runder Tisch „Flüchtlinge in Rastatt“ traf sich zum Thema Sicherheit und Ordnung

(13. Juli 2017) Sicherheit und Ordnung waren die Themen des sechsten Runden Tisches „Flüchtlinge in Rastatt“, zu dem am 5. Juli rund 25 Interessierte in die Feuerwache gekommen waren. Rund zwei Stunden tauschten sich die Teilnehmer in angenehmer Atmosphäre rege aus und fühlten sich bestens und kompetent informiert über die Sicherheitslage in der Stadt. 

Nach einer kurzen Begrüßung durch Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch ging’s ans Eingemachte: Der neue Leiter des Rastatter Polizeireviers, Heiko Baumgärtner stellte das Kriminalitätslagebild und das Einsatzgeschehen in Rastatt dar. Zunächst stellte der Revierleiter fest, dass es in Bezug auf die Anzahl der Gesamtstraftaten in Rastatt kein Sicherheitsproblem gebe. Gleichwohl sei die Anzahl der Straftaten in Rastatt insbesondere im Bereich Körperverletzung und Gewaltkriminalität auffällig, weshalb die Polizei durchaus Handlungsbedarf sehe. Unter Federführung des Polizeireviers Rastatt werden daher in den betroffenen Bereichen verstärkte Kontrollmaßnahmen durchgeführt. Neben uniformierten Kollegen werden auch Polizeibeamte in ziviler Kleidung unterwegs sein. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Rastatt, so Baumgärtner, werden bei entsprechenden Störungen Platzverweise und Aufenthaltsverbote für bestimmte Bereiche erlassen. Flüchtlinge seien im Bereich Körperverletzungen auffällig geworden. Hier sei im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung bei den Asylbewerbern festgestellt worden. Wichtig sei in diesem Zusammenhang zu wissen, dass die Körperverletzungen häufig untereinander vorkommen und nur eine eingeschränkte Außenwirkung haben. Hauptsächlich komme es in den Sammelunterkünften zu Auseinandersetzungen. Grund hierfür sei das höhere Stresspotential. Häufiger vertreten seien Flüchtlinge aber auch bei Diebstahl- und Betrugsdelikten wie Schwarzfahren und bei Drogendelikten. Die Polizei Rastatt wolle aufgrund der Erkenntnisse stärker an der Gewaltkriminalität arbeiten und ihren Schwerpunkt neben Repression auch auf Prävention setzen, resümierte Baumgärtner.

Polizeihauptkommissar Klaus Brenner gab schließlich Informationen zum Thema Verkehrssicherheit. Insgesamt haben Fahrradunfälle in Rastatt zugenommen, insbesondere auf Parkplätzen, berichtete Brenner. Da Flüchtlinge häufig auf Bus, Bahn und Fahrrad zurückgreifen, sei eine fundierte Fahrradausbildung wichtig. Die Polizei biete dies in Kooperation mit der Verkehrswacht an, unterstützt von mehrsprachigem Präventionsmaterial. Das Angebot des Fahrradtrainings beziehungsweise der Fahrradausbildung werde rege genutzt, wie Kommissar Brenner erläuterte. Ganze Familien nehmen teil und auch in Gemeinschaftsunterkünften fanden schon Trainings statt. Aufgrund der positiven Erfahrungen sollen die Trainings auch in den geplanten Anschlussunterkünften in Rastatt weitergeführt werden. Ein großes Anliegen des Fachmanns: ein Verkehrsübungsplatz in Rastatt. Der solle dann selbstverständlich allen Rastattern, insbesondere Kindern, zur Verfügung stehen. 

Nach den Vorträgen nutzten die Teilnehmer des Runden Tisches die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Außerdem lag reichlich Informationsmaterial zum Thema Kriminalitätsprävention aus.  

Der Termin für den nächsten Runden Tisch „Flüchtlinge in Rastatt“ steht auch schon fest: Er findet am Mittwoch, 18. Oktober, von 19 bis 21 Uhr im Mercedes-Benz Kundencenter Rastatt statt und wird sich dem Thema „Integration durch Vereine“ widmen.

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