Sammlung der Städtischen Galerie


Der Ausstellungs- und Sammlungsschwerpunkt „Kunst in Baden nach 1945“ ist in keiner anderen Kommune Baden-Württembergs so konzentriert präsent wie in Rastatt. Der Sammlungsbestand berücksichtigt dabei ebenso die traditionell figürlichen wie non-figurativen und refigurativen Darstellungsweisen in Malerei, Zeichnung, Graphik und Skulptur.

In der figürlichen Malerei setzt die Sammlung mit Otto Dix, Erich Heckel, Walter Becker und Walter Herzger ein, enthält sodann etliche der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs teilweise am früheren Verismus orientierten Zeichnungen von Karl Hubbuch, Rudolf Schlichter und Rudolf Dischinger und setzt sich fort in HAP Grieshaber und seinen Akademie-Schülern sowie in der malerischen Figürlichkeit im Umfeld der Freiburger Klasse von Peter Dreher. Hervorzuheben ist hier auch die an der Stirnseite des Galerieinnenraumes an gebrachte, monumentale Holzschnittinstallation von Anselm Kiefer, der in Rastatt-Niederbühl auf gewachsen ist und als einer der international bekanntesten deutschen Künstler gilt.

Refigurative Arbeiten sind durch so bekannte Künstler wie Horst Antes und Otto Mindhoff vertreten, sowie mit Grafiken von Markus Lüpertz und Georg Baselitz. Die Malerei der „menschenleeren Räume“ wird durch Werke von Hans Peter Reuter, Ben Willikens, Martin Uhlig und frühen Arbeiten von Dieter Krieg repräsentiert. Parallel dazu enthält die Sammlung zahlreiche Werke der gestischen Malerei des Informel und der meditativ-seriellen Malweise der „Syn“-Gruppe. Auch sind einige regional äußerst wichtige Künstler der konstruktiven und konkreten Malerei wie Jo Niemeyer und Peter Staechelin zu sehen. Schließlich sind eigenständige Positionen wie die von Gerhard Neumaier und Margit Abele vertreten.

Die Sammlung bietet auch Einblick in die Entwicklung einzelner Künstler, wie zum Beispiel die von Otto Herbert Hajek, von dem ebenso frühe informelle Grafiken wie spätere konstruktive Arbeiten vorhanden sind. Ähnlich breit ist in der Sammlung das Spektrum im skulpturalen Bereich gefächert. Arbeiten, die direkt nach 1945 geschaffen wurden, sind ebenso berücksichtigt wie die Formfindung der 50er und 60er Jahre mit Vertretern wie Hans Nagel und Wilhelm Loth. Daneben erscheinen Plastiken von Robert Schad, Hans Albrecht, Horst Egon Kalinowski, Franz Bernhard und Barbara Haim.

Die jüngere Generation, für die die Grenzen zwischen Skulptur, Plastik und Objektkunst verwischen, ist beispielhaft durch Artur Stoll, Ritzi Jacobi und Friedrich Weßbecher präsent. Eine eigenständige Sammlung innerhalb des Bestands der Galerie ist die Sammlung Westermann. Sie beinhaltet Zeichnungen und Objektboxen deutscher Künstlerinnen und Künstler (siehe Abb. Hans-Peter Sprinz und Bernard Schultze), die im "Kabinett Westermann" und den Vitrinen des Foyerbereichs im regelmäßigen Wechsel ausgestellt und gegebenenfalls im Rahmen von besonderen Bestandsausstellungen gezeigt werden.

Kontakt

Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt
Kaiserstraße 48
76437 Rastatt

Galerieleitung
Peter Hank, M.A.


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Mobil: 0177-1 89 18 86
E-Mail: peter.hank@rastatt.de

Infothek
, Tel. 07222/972-8411

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Donnerstag bis Samstag
12-17 Uhr
Sonntag und an Feiertagen
11-17 Uhr

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Kunstdidaktisches Programm auf Anfrage

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0 72 22/9 72-84 10
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