Jüdischer Friedhof


1881 legte die damals blühende jüdische Gemeinde ihren Begräbnisplatz an der Karlsruher Straße an. 1941 befanden sich auf dem Gelände 90 Grabsteine. Die Synagoge am Leopoldsring war im November 1938 niedergebrannt, ausgeplündert und vollständig gesprengt worden. Die letzten noch in Rastatt verbliebenen jüdischen Bürgerinnen und Bürger wurden am 22. Oktober 1940 in das Lager Gurs nach Südfrankreich deportiert.

Seit 1964 erinnert am ehemaligen Kantorenhaus am Leopoldring eine Gedenktafel an die ehemalige Synagoge. Das ehemalige Kantorenhaus wurde 2010 saniert und beherbergt nun die Gemeinwesenarbeit und einen Erinnerungsraum für jüdische Geschichte in Rastatt.

1972 stellte die Stadtverwaltung Rastatt im Friedhof einen Gedenkstein auf mit der Inschrift: 'Den jüdischen Bürgern der Stadt Rastatt gewidmet, welche durch die NS-Gewaltherrschaft zu Tode gekommen sind...'

Zum Gedenken an den 60. Jahrestag der Deportation badischer Juden in das Lager Gurs wurde im Jahr 2000 vor dem Bahnhofsgelände ein Gedenkstein aufgestellt.

Foto: Matthias Hoffmann
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