„Althandys retten Berggorillas“: Mehr als 2.360 Handys in Rastatt gesammelt – Hilfsaktion wird fortgesetzt


Priska Dübner und Yannik Werner setzen das erfolgreiche Sammelprojekt „Althandys retten Berggorillas“ fort / Foto: Stadt Rastatt.

(21. November 2014) Die Rastatterinnen und Rastatter haben ein Herz für Berggorillas: Um den vom Aussterben bedrohten Menschenaffen zu helfen, haben sie seit Juli 2010 schon mehr als 2.360 ausrangierte Mobiltelefone für das Projekt „Althandys retten Berggorillas“ abgegeben. Die beiden Mitarbeiter des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) bei der Stadt Rastatt, Priska Dübner und Yannik Werner, setzen das Projekt fort. Sie freuen sich über den Erfolg der Aktion und besonders über das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger.

Sammelaktion „Althandys retten Berggorillas“
Die Sammelaktion „Althandys retten Berggorillas“ wurde im Jahr 2010 vom Arbeitskreis Klima und Energie der Lokalen Agenda 21 ins Leben gerufen. Betreut wird sie von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des FÖJ der Stadt Rastatt in Zusammenarbeit mit der Wilhelma Stuttgart. Bei dem Projekt werden alte Handys gesammelt und anschließend an eine Recyclingfirma geschickt. Diese repariert die Geräte oder recycelt, soweit möglich, die Bestandteile. Der Wilhelma wird der Restwert der Handys gutgeschrieben. Diese überweist das Geld an die Berggorilla & Regenwald Direkthilfe oder andere Menschenaffen-Schutzprojekte.
Aber was haben Handys eigentlich mit Berggorillas zu tun? Mobiltelefone beinhalten Kondensatoren aus Tantal. Dieses wird aus dem Roherz Coltan gewonnen, das im Kongo in Zentralafrika teilweise inmitten der letzten Refugien der bedrohten Tiere abgebaut wird. Der Abbau geschieht oft illegal und zerstört dabei den Lebensraum der Gorillas. Nur durch konsequentes Recyceln alter Handys kann die Nachfrage nach Coltan gesenkt werden. Die Handys enthalten aber noch eine Vielzahl weiterer wertvoller Rohstoffe wie Gold, Silber oder Palladium. Auch diese lassen sich nach einem Recycling weiterverwenden und stehen dem Rohstoffkreislauf wieder zur Verfügung. „Wer der Umwelt etwas Gutes tun möchte, sollte sein Handy so lange wie möglich benutzen. In jedem Fall aber sollte ein Handy fachgerecht entsorgt werden“, so die beiden FÖJ-Mitarbeiter Priska Dübner und Yannik Werner.

Standorte der Sammelbehälter
Sammelbehälter stehen im Bürgerbüro der Stadt Rastatt (Herrenstraße 15), im Weltladen (Schloßstraße 4) und in der Central-Apotheke (Kaiserstraße 4). Die alten Handys können dort zu den üblichen Öffnungszeiten abgegeben werden.

Weitere Informationen zum Althandy-Sammelprojekt gibt es bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Freiwilligen Ökologischen Jahres der Stadt Rastatt unter Telefon 07222/972-4211 oder per E-Mail an foej@rastatt.de.

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