Einsiedelner Kapelle


BadnerHalle

Markgräfin Franziska Sibylla Augusta hatte mehrere Wallfahrten nach Einsiedeln im schweizerischen Kanton Schwyz unternommen und 1709 in ihrem Schlackenwerther Schlosspark eine Nachbildung der Ensiedelner Gnadenkapelle erbauen lassen. 1715 stiftete sie eine identische Kapelle für Rastatt, wahrscheinlich als Dank für den im Jahr zuvor geschlossenen Rastatter Frieden.

Die schmuckvolle Fassade erzählt drei Episoden aus dem Leben Marias. Der Giebel zeigt eine Darstellung des Heiligen Meinrad, eines Reichenauer Benediktinermönchs, der 835 Einsiedler in der Schweiz wurde. An der Stelle seiner Klause, in der er von Räubern ermordet wurde, entstand das Kloster Einsiedeln. Eine zweite Heiligenfigur zeigt den Heiligen Benedikt, den Gründer des Benediktinerordens. Zwischen den beiden Heiligen ist die Madonna auf der Mondsichel zu sehen. Über der Tür halten zwei Putten das markgräfliche Wappen. Im Inneren ist die Kapelle sehr schlicht gehalten. Hier findet sich die Kopie des Einsiedelner Gnadenbildes, die von Putten und Blitzstrahlen umgebene "Schwarze Madonna".