Hotel und Wohnen in grüner Lage


Abbildung: Architekten Maier Baden-Baden

Gemeinderat entscheidet am 25. November – Planungen vorgestellt:

(06.11.2013) Wie die städtische Pressestelle mitteilt, hat der Verwaltungs- und Finanzausschuss in seiner letzten nichtöffentlichen Sitzung dem Planungsentwurf für eine Hotel- und Wohnnutzung auf den noch unbebauten Grundstücken MI 6 und MI 7 neben dem Landratsamt zugestimmt. Der Gemeinderat wird sich nun am 25. November 2013 in öffentlicher Sitzung mit dem Empfehlungsbeschluss befassen. Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch stellte gemeinsam mit Klaus-Peter Wesel, Geschäftsführer der WLH Anlage- und Organisationsberatung GmbH und Architekt Uwe Maier die Planungen in einem Pressegespräch vor.

Oberbürgermeister Pütsch, Stadtplaner Markus Reck-Kehl und Wirtschaftsförderer Raphael Knoth freuten sich, dass ein regionaler Investor für das Projekt gefunden wurde. Bereits seit 2008 hatten Gemeinderat und Stadtverwaltung ein Hotel an der Ludwigsfeste ins Auge gefasst und eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese Studie von PKF Hotelexperts kam zu dem positiven Ergebnis, dass der Markt für ein 2-3 Sterne Hotel mit rund 100 Zimmer in der Barockstadt vorhanden ist. Wirtschaftsförderer Raphael Knoth übernahm 2011 die Projektleitung und vermarktete das Gelände auch auf Messen, z.B. auf der Immobilienmesse Expo Real.

Abbildung: Architekten Maier Baden-Baden

Bei der Stadtverwaltung Rastatt stieß man auf kooperative und kompetente Gesprächspartner, berichtet Investor Klaus-Peter Wesel beim Pressegespräch. Wesel hat auch in Ettlingen ein Ibis-Hotel auf den Weg gebracht. Wesel bezeichnet den Standort in der Nähe der Autobahn, des Bahnhofes und fußläufig zur Innenstadt als ideal, und zwar nicht nur für Geschäftsleute, sondern auch für Städte-, Kultur- und Bustouristen, eine Zielgruppe, welche die Stadt Rastatt vermehrt ansprechen möchte. Durch ein weltweites Reservierungssystem werden etwa 20 bis 25 Prozent der Gäste angesprochen, der Rest durch Marketing und Firmenverträge. In Gesprächen mit örtlichen Unternehmern sei Wesel auf den Bedarf nach einem wertigen, komfortablen und kostengünstigen Hotel angesprochen worden. Als Betreiber verhandelt Wesel derzeit mit der Arcor-Gruppe. Geplant sei ein 2 Sterne-Superior Ibis-Hotel mit 101 Zimmern, das entspricht 202 Betten, zum Grünstreifen hin mit einem Café. Die örtliche Gastronomie könnte hiervon profitieren, da es im Hotel kein Restaurant gebe.

Auf dem vorderen Grundstück MI 6 sind zudem 78 Wohnungen geplant. Auf dem Nachbargrundstück MI 7, das Wesel ebenfalls kaufen möchte, sollen 88 Wohnungen in Punkthäusern, sog. Stadtvillen, entstehen. Als Fassade wurde für das Projekt „Hotel & Wohnen am Schlosspark“ eine Lochfassade gewählt, um sich von dem Bürokomplex des Landratsamtes abzuheben, so Architekt Uwe Maier. Insgesamt soll die Höhenfestsetzung im bestehenden Bebauungsplan von maximal 18,50 Meter eingehalten werden. Für das Hotelgebäude und die Punktvillen sind Befreiungen vom Bebauungsplan nötig. Die nach der LBO erforderlichen Stellplätze, insgesamt 204 Stück, werden sowohl für die Wohn- als auch für die Hotelnutzung auf den privaten Grundstücken nachgewiesen; hierfür wird eine Tiefgarage gebaut, weitere Stellplätze finden sich rund um das Hotel. Die Stellplätze an der Straße „Am Schlossplatz“ bleiben öffentlich und werden von der Stadt Rastatt bewirtschaftet. Das denkmalgeschützte Tor der ehemaligen Kaserne wird künftig die Vorfahrt zum Hotel darstellen.

Oberbürgermeister Pütsch ist zuversichtlich, dass der Gemeinderat dem Empfehlungsbeschluss am 25. November folgen wird, und es dem Investor ermöglicht wird, durch den Zusammenschluss beider Grundstücke neben dem Landratsamt eine gute bauliche Lösung zu realisieren. Ab Baubeginn rechnet Wesel im ersten Bauabschnitt mit einer Bauzeit von 18 Monaten bei einer geschätzten Investition von 35 bis 40 Millionen Euro. Die Stadtvillen sollen nach dem Hotelbau Zug um Zug gebaut und vermarktet werden.

Text: Bettina Baumann / Pressestelle der Stadt Rastatt

Abbildungen: Architekten Maier Baden-Baden

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